By Gerhard Himmelmann

ISBN-10: 3531212400

ISBN-13: 9783531212401

ISBN-10: 3663145069

ISBN-13: 9783663145066

I. Marxismus als Kritik Das Studium der marxistischen Politischen Okonomie erlebt z. Z. eine Renaissance. Nach der ersten Marx-Rezeption 1 in den Jahren 1878 bis 1890 und des sich daraus entwickelnden Kautskianismus ab 1891 und nach der zweiten- ernsthafteren- Marx-Rezeption in den dreissiger Jahren dieses Jahrhunderts zieht das Marxsche process heute wieder weite Teile der studentischen und ausserstu dentischen jungeren new release an, so dass guy von einer dritten part der Marx-Rezeption sprechen kann. Der Grund fur diese Renaissance des Marxismus lag u. a. darin, dass in der bundesrepublikanischen Gesellschaft angesichtder sog. Ent ideologisierung der Parteien keine klar definierbaren oder einfach schematisierbaren Grundaxiome fur gesellschaftliches Handeln mehr propagiert wurden. Dieser Mangel fuhrte bei einem Grossteil der lernwilligen und orientierungsbedurftigen Jugendlichen zu einer politisch-axiomatischen Frustration, die zum Ruckgriff auf fruhere Theorien gesellschaftspolitischer Praxis herausforderten. Die poli tische Sterilitat des gesellschaftlichen Lebens nach den Jahren der CDU-Herrschaft und der pragmatisierende Drang zur Macht bei der Sozialdemokratie liess - besonders nach dem Godesberger professional grammparteitag der SPD - auch die immerhin noch vorhandenen Restbestande an ideologischer Programmatik in den gesellschaft lichen Auseinandersetzungen unbedeutsam erscheinen. Die Grosse Koalition bildete den Schlussstein einer Entwicklung, die die Hoff nungen auf die gesellschaftsverandernde Kraft der Sozialdemokra tie enttauschte. Daruber hinaus setzte eine kritischere und unbefan 2 genere Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit ein, die sowohl den katholischen Konservativismus als auch den am fruhkapitalisti schen Eigentumsbegriff verhafteten Liberalismus und auch den scheinbar im Pragmatismus versandeten demokratischen Sozialis mus nach dem Massstab der Vergangenheit diskred

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Er anerkennt zugleich die notwendige wirtschaftliche Funktion dieses Teils des tertiären Sektors. Dieser Sektor wird aus dem Mehrwert entlohnt. Diese Kosten bilden keinen Teil der notwendigen Kosten, werden allerdings nicht dem Faktor v zugerechnet. 4. Handlungskosten In ähnlicher Weise wie die Zirkulationskosten behandelt Marx auch die Kosten, die die Kaufleute und die Händler verursachen. Diese Zirkulationskosten in der Form der »Handlungsunkosten« 110 schaffen ebenfalls keinen neuen Wert. Die Zirkulation über die Händler dient nur der Umsetzung der Waren in Gebrauchswerte.

Engels fordert Sombart daher auf, die »Mittelglieder ... aufzuweisen, die von jenem unmittelbar-realen Wert zu dem Wert der kapitalistischen Produktionsform führen«. U. E. sind diese »Mittelglieder« jedoch schon deutlich bei Marx selbst angedeutet, und zwar in der Theorie der »faux frais« der Warenwirtschaft. 55 § 3 1\1ehrwertinterpretation im Streit zwischen Marx und Lassalle Für die Kontroverse um die »richtige« Herleitung und um die praktische Anwendung der Mehrwertlehre in einer Warenwirtschaft gibt es eine historische Parallele: die Kontroverse zwischen Marx und Lassalle.

Die genauere Analyse der Marxschen Aussagen über die Wert-, Kosten- und Preisrechnung zeigt, daß die soziologische Charakterisierung der Wertverhältnisse noch nichts aussagt über die konkreten Preisbildungs- oder Verteilungsverhältnisse. Es muß außerdem betont werden, daß Marx seine Wertlehre auf der Basis einer warenproduzierenden Wirtschafts- und Produktionsweise entworfen hat, bei der die Arbeitsteilung, der Handel und die Wertrechnung in Geld konstitutive Elemente sind. Solange diese Wirtschaftsweise der Warenproduktion besteht, kann der Wert nicht gleich dem Preis sein und kann der Arbeitsertrag als Arbeitswert nicht nur dem Element v zugerechnet werden.

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Arbeitswert, Mehrwert und Verteilung: Zur Problematik von Theorie und Praxis in der Marxschen Lehre by Gerhard Himmelmann


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